Presserolle Mai 2021

Die Verhandlungen sind weiterhin öffentlich. Es wird aus Gründen des Gesundheitsschutzes gebeten, zu prüfen, ob eine Teilnahme zwingend notwendig ist.

Untersagt ist der Zugang zum Gebäude des Landgerichts für Personen, die Kontakt zu einer an Coronavirus erkrankten Person oder zu jemand hatten, bei dem der Verdacht auf eine Coronaviruserkrankung besteht oder die an Husten und Fieber leiden, Krankheitszeichen wie Atemnot, Schnupfen, Muskel– und Gelenkschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen aufweisen; dies gilt auch bei Beeinträchtigung des Geruchs-/Geschmackssinnes. Im Übrigen wird gebeten, die ausgehängte Hausverfügung zu beachten. 

Im Gebäude besteht Maskenpflicht.

Auszugsweise Auflistung der bei dem Landgericht Neuruppin, Feldmannstraße 1, 16816 Neuruppin anberaumten Verhandlungen in Straf- und Zivilsachen in der Zeit vom 01. bis zum 31. Mai 2021

 Az.: 11 KLs 7/21
Fortsetzung: Terminstag/Uhrzeit: 07.05.2021, 10:00 Uhr, Saal 2

Angeklagter: 34-Jähriger aus Oranienburg

Anklagevorwurf: Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Brandstiftung und Totschlag, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, Gefährdung des Straßenverkehrs, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort

Am 10.11.2020 soll der Angeklagte die Bundesstraße 96 aus Nassenheide kommend in Richtung Teschendorf befahren haben. Aufgrund überhöhter Geschwindigkeit von ca. 200 km/h soll er auf die Gegenfahrbahn geraten und in der Kurve mit seinem Fahrzeug gegen die Leitplanke auf der linken Seite geprallt sein. Sein Fahrzeug soll sich dabei wieder in die zulässige Fahrtrichtung gedreht und dann auch auf der Fahrbahn in Richtung Nassenheide  gegen die Leitplanke geraten sein. Sodann soll der Angeklagte sein Fahrzeug verlassen haben und zu Fuß auf der Bundesstraße gelaufen sein. Hierbei soll er sechs am rechten Fahrbahnrand angebrachte Leitpfosten auf die Fahrbahn geworfen haben. Den ihm entgegenkommenden Insassen des Funkstreifenwagens soll er zuerst den Hitlergruß gezeigt und dann geäußert haben, dass der seine Eltern umbringen werde, sobald er wieder raus sei.


Az.: 14 Ns 102/20
Terminstage/Uhrzeit: 03.05., 20.05.2021, je 09:00 Uhr, Saal 3

Angeklagter: 38-Jähriger aus Wustermark

Anklagevorwurf: Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen

Am 03.07.2018 soll der Angeklagte im Rahmen eines Beachvolleyballturniers einer Oberschule in Velten sein T-Shirt ausgezogen haben, so dass seine Tätowierungen, darunter eine Wolfsangel und der Spruch „Meine Ehre heißt Treue“, sichtbar gewesen sein sollen.


 Az.: 22 KLs 1/21
Fortsetzung: Terminstage/Uhrzeit: 07.05., 18.05., 26.05.2021, je 9.30 Uhr, Saal 1

 Angeklagter: 31-Jähriger aus Schwedt/Oder

Anklagevorwurf: versuchte räuberische Erpressung, Bedrohung, unerlaubte Abgabe von Betäubungsmitteln, unerlaubter und gewerbsmäßiger unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge, vgl. Presserolle April 2021


 Az.: 11 KLs 24/20
Terminstage/Uhrzeit: 06.05., 11.05., 21.05., 28.05.2021, je 10:00 Uhr, Saal 2

Angeklagter: 29-Jähriger aus Rostock

Anklagevorwurf: unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge unter Mitführung einer Waffe, Verstoß gegen das Waffengesetz

Der Angeklagte soll am Abend des 28.11.2018 in einer Tiefkühltruhe in einer offenen Garage in Neuruppin unter gefrorenen Lebensmitteln 1 kg Amphetaminpaste aufbewahrt haben. Darüber hinaus soll er sich zuvor eine funktionsfähige Kleinkaliberpistole verschafft haben, die er, versteckt in Holzspänen in einer Mülltonne, zusammen mit 63 zu der Waffe passenden Patronen aufbewahrt haben soll. Der Angeklagte soll sich das Amphetamin verschafft haben, um es kurzfristig an andere Drogenhändler oder Konsumenten gewinnbringend zu verkaufen.

 

 

Az.: 11 Ks 10/21
Terminstage/Uhrzeit: 12.05., 25.05., 27.05., 02.06., 09.06., 16.06.20201, je 10:00 Uhr, Saal 2

Angeklagte:
1. 36-Jähriger aus Löhnberg
2. 33-Jähriger aus Perleberg

Anklagevorwurf: Totschlag und gefährliche Körperverletzung 

Die beiden Angeklagten sollen sich am 24.10.2020 zu einem Döner-Imbiss in Perleberg begeben haben, um eine körperliche Auseinandersetzung mit zwei dort als Verkäufer tätigen Männern zu suchen. Dabei sollen die Angeklagten Messer bei sich geführt haben. Es soll zu einer verbalen, dann auch zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein, zunächst in dem Döner-Imbiss und dann auf der Straße vor dem Imbiss. Schließlich soll der Angeklagte zu 2 einen der beiden Männer mit einem Tranchiermesser durch einen gezielten Stich in die Brust in Höhe des Herzens verletzt haben, was zum Tod führte.