Presserolle Februar 2021

Die Verhandlungen sind weiterhin öffentlich. Es wird aus Gründen des Gesundheitsschutzes gebeten, zu prüfen, ob eine Teilnahme zwingend notwendig ist.

Untersagt ist der Zugang zum Gebäude des Landgerichts für Personen, die Kontakt zu einer an Coronavirus erkrankten Person oder zu jemand hatten, bei dem der Verdacht auf eine Coronaviruserkrankung besteht oder die an Husten und Fieber leiden, Krankheitszeichen wie Atemnot, Schnupfen, Muskel– und Gelenkschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen aufweisen; dies gilt auch bei Beeinträchtigung des Geruchs-/Geschmackssinnes. Im Übrigen wird gebeten, die ausgehängte Hausverfügung zu beachten. 

Im Gebäude besteht Maskenpflicht.

Auszugsweise Auflistung der bei dem Landgericht Neuruppin, Feldmannstraße 1, 16816 Neuruppin anberaumten Verhandlungen in Straf- und Zivilsachen in der Zeit vom 01. bis zum 28. Februar 2021.

Az.: 12 KLs 7/20
Fortsetzung: Terminstag/Uhrzeit: 03.02.2021, 15.00 Uhr, Saal 1
Angeklagter: 55-Jähriger aus Schwedt
Anklagevorwurf: sexueller Missbrauch von Kindern, vgl. Presserolle Dezember 2020

Az.: 11 Ks 22/20
Fortsetzung: Terminstag/Uhrzeit: (T. am 09.02.2021 ist aufgehoben), 16.02.2021, 10:00 Uhr, Saal 2.
Angeklagter:  30-Jähriger aus Zehdenick
Anklagevorwurf: Totschlag, vgl. Presserolle November 2020


Az.: 11 Ks 23/20
Fortsetzung: Terminstage/Uhrzeit: (Achtung T. am 11.02.21 ist aufgehoben), 12.02.2021, je 10:00 Uhr, Saal 2.
Angeklagter: 1. 41-Jähriger aus Litauen 2. 40-Jähriger aus Litauen
Anklagevorwurf: Totschlag, vgl. Presserolle Dezember 2020 


Az.: 13 KLs 6/20
Terminstag/Uhrzeit: 15.02.2021, 9:30 Uhr, Saal 1
Angeklagte:
1. 30-Jähriger aus Kyritz
2. 28-Jähriger aus Alt Ruppin
3. 26-Jähriger aus Kyritz

Anklagevorwurf: gewerbsmäßiger Computerbetrug

Den Angeklagten wird vorgeworfen, von Mai 2016 bis November 2016, über einen im Darknet beauftragten Agenten (sog. Carder) Bestellungen bei Ebay ausgelöst zu haben, wobei die Einkäufe über von diesem gehackte Ebay-Konten abgewickelt und die Zahlungen über PayPal-Gastkonten mit real existierenden Personal- und Bankdaten gegen den Willen der Berechtigten erfolgt sein sollen. Angeklagt sind 247 Taten, welchen Einkäufe von Artikeln im Wert von insgesamt 64.623,14 € zu Grunde liegen.


Az.: 22 KLs 8/20
Terminstage/Uhrzeit: 16.02.2021, 9:30 Uhr, Saal 2
Angeklagte:

  1. 24-Jähriger aus Angermünde
  2. 27-Jähriger aus Schwedt/Oder

Anklagevorwurf: schwere räuberische Erpressung

Im Mai 2018 soll der Angeklagte zu 1. in der Wohnung des Angeklagten zu 2. dem Geschädigten u.a. mehrfach mit einer Bierflasche gegen den Kopf geschlagen haben. Anschließend habe er mit einem mit Gummigeschossen geladenen Revolver vom Geschädigten dessen Handy herausverlangt. 2 Tage später soll der Angeklagte zu 1., diesmal entsprechend eines mit dem Angeklagten zu 2. gemeinsam  gefassten Tatplans, erneut unter Einsatz des Revolvers an den Geschädigten herangetreten und von diesem, ohne einen entsprechenden Anspruch zu haben, 5.000 € gefordert haben. Der Geschädigte soll in Begleitung des Angeklagten zu 2. von seinem Konto den Tageshöchstbetrag von 1.000 € abgehoben und diesen auf Aufforderung nebst Karte und Pin an den Angeklagten zu 2. übergeben haben. Einen Tag später soll der Angeklagte zu 2. den noch auf dem Konto vorhandenen Restbetrag von 480 € vom Konto des Geschädigten abgehoben haben.



Az.: 11 KLs 27/20
Terminstage/Uhrzeit: 25.02.2021, 13:30 Uhr, Saal 2
Fortsetzungen: 04.03.2021, 15.03.2021, 17.03.2021 jeweils 10:00 Uhr Saal 2
Angeklagter: 21-Jähriger aus Hamburg

Anklagevorwurf: schwere räuberische Erpressung, unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge mit Schußwaffe, erpresserischer Menschenraub

Zwischen März und Mai 2020 soll der Angeklagte 100 Gramm Marihuana an einen Unterhändler, das spätere Opfer, für 800 Euro verkauft haben. Die Schulden aus dem Verkauf  soll der Angeklagte im Juni mit zwei unbekannten Mittätern eingetrieben haben, indem sie dem Opfer mit einem Revolver vor dessen Wohnhaus auflauerten und vom ihm Wertsachen, Drogen und Bargeld forderten. Der Geschädigte soll den Angeklagten und seine Mittäter zu einem Drogenversteck in einer Gartenlaube geführt und hier unter dem Eindruck des Revolvers Cannabisblüten und Amphetamin übergeben haben.